StatusHeldImpressumDatenschutzAGBAV-Vertrag

Vertrag zur Auftragsverarbeitung

nach Art. 28 DSGVO · Stand: Oktober 2026

Entwurf. Bitte vor dem ersten zahlenden Kunden anwaltlich prüfen lassen, z. B. über einen IT-Rechts-Anwalt oder einen Rechtstexte-Dienst.

zwischen dem Betrieb, der StatusHeld nutzt ("Verantwortlicher"), und [Firmenname],[Straße], [PLZ Ort] ("Auftragsverarbeiter"). Der Vertrag kommt zustande, wenn der Inhaber des Betriebs ihm in der Verwaltung zustimmt.

1. Gegenstand und Dauer

Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen die Software StatusHeld bereit, mit der dieser seinen Endkunden ein Kundenportal anbietet. Dabei verarbeitet der Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten im Auftrag. Die Dauer entspricht der Laufzeit des Hauptvertrags (AGB).

2. Art, Zweck und Umfang

ZweckBereitstellung des Kundenportals: Anzeige von Projektstand, Terminen, Dokumenten, Fotos und Zahlungen, Anmeldung, Versand von Benachrichtigungen, Entgegennahme von Empfehlungen und Anfragen.
Art der VerarbeitungSpeichern, Anzeigen, Übermitteln per E-Mail, Löschen.
Arten von DatenName, Anschrift, E-Mail, Telefon, Kundennummer, Zugangsdaten (Passwort nur als Hash), Projekt- und Anlagendaten, Termine, Dokumente, Fotos (auch vom Haus), Zahlungsstände, Nutzungszahlen, Nachrichten und Empfehlungen inkl. Kontaktdaten empfohlener Personen.
BetroffeneEndkunden und Interessenten des Verantwortlichen, von Endkunden empfohlene Personen, Mitarbeiter des Verantwortlichen.

Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) sind nicht vorgesehen und sollen nicht hochgeladen werden.

3. Weisungen

Der Auftragsverarbeiter verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen. Die Weisungen ergeben sich aus diesem Vertrag und der Nutzung der Software. Weitere Weisungen erteilt der Verantwortliche per E-Mail. Hält der Auftragsverarbeiter eine Weisung für rechtswidrig, teilt er dies unverzüglich mit. Eine Verarbeitung für eigene Zwecke findet nicht statt. Ausnahme: anonyme Summen (z. B. Anzahl aktiver Portale) zur Abrechnung und Verbesserung des Dienstes.

4. Vertraulichkeit

Alle Personen, die Zugriff auf die Daten haben, sind zur Vertraulichkeit verpflichtet.

5. Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

  • Zutritt: Betrieb ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren der Unterauftragsverarbeiter (ISO 27001 bzw. SOC 2) in Frankfurt am Main.
  • Zugang: Anmeldung nur mit persönlichem Passwort, Passwörter nur als Hash gespeichert, Administrationszugänge mit starken Passwörtern.
  • Zugriff: Strikte Trennung der Betriebe auf Datenbankebene (Row Level Security). Endkunden sehen nur ihr eigenes Projekt, Mitarbeiter nur Daten ihres Betriebs. Dateien liegen in privaten Speicherbereichen und werden nur über zeitlich begrenzte Links ausgeliefert.
  • Weitergabe: Übertragung ausschließlich verschlüsselt (TLS). Speicherung verschlüsselt (Encryption at Rest).
  • Eingabe: Änderungen werden mit Zeitstempel gespeichert.
  • Verfügbarkeit: Regelmäßige Datensicherung durch den Datenbankanbieter, Betrieb auf ausfallsicherer Infrastruktur.
  • Überprüfung: Regelmäßige Prüfung der Sicherheitseinstellungen und der eingesetzten Dienste.

6. Unterauftragsverarbeiter

Der Verantwortliche stimmt dem Einsatz folgender Unterauftragsverarbeiter zu:

AnbieterOrtAufgabeAbsicherung
Supabase Inc.Server in Frankfurt am Main (EU), Firmensitz USADatenbank, Anmeldung, DateispeicherAV-Vertrag mit Standardvertragsklauseln
Vercel Inc.Server in Frankfurt am Main (EU), Firmensitz USABetrieb der WebanwendungAV-Vertrag, EU-US Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln
Resend (Plus Five Five, Inc.)Versand über EU-Region, Firmensitz USAVersand von E-Mails (Zugangsdaten, Benachrichtigungen)AV-Vertrag mit Standardvertragsklauseln

Neue oder geänderte Unterauftragsverarbeiter kündigt der Auftragsverarbeiter mindestens 4 Wochen vorher per E-Mail an. Der Verantwortliche kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen und den Vertrag dann außerordentlich kündigen. Der Zahlungsdienst Stripe verarbeitet nur Abrechnungsdaten des Betriebs und ist kein Unterauftragsverarbeiter für Endkundendaten.

7. Unterstützung des Verantwortlichen

Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen bei Anfragen von Betroffenen (Auskunft, Berichtigung, Löschung), bei Datenschutz-Folgenabschätzungen und bei der Meldung von Datenpannen. Wendet sich ein Betroffener direkt an den Auftragsverarbeiter, leitet dieser die Anfrage unverzüglich weiter.

8. Datenpannen

Der Auftragsverarbeiter meldet Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich, möglichst innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis, per E-Mail an die hinterlegte Adresse des Betriebs und teilt die bekannten Informationen nach Art. 33 Abs. 3 DSGVO mit.

9. Löschung und Rückgabe

Nach Vertragsende kann der Verantwortliche seine Daten 30 Tage lang abrufen. Danach löscht der Auftragsverarbeiter alle Daten, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht. Datensicherungen werden im regulären Rhythmus überschrieben.

10. Kontrollen

Der Auftragsverarbeiter weist die Einhaltung seiner Pflichten auf Anfrage nach, vorrangig durch Selbstauskunft und Nachweise der Unterauftragsverarbeiter. Vor-Ort-Kontrollen sind nach Vereinbarung mit angemessener Vorankündigung möglich.

11. Schlussbestimmungen

Bei Widersprüchen geht dieser Vertrag den AGB in Datenschutzfragen vor. Die Haftung richtet sich nach Art. 82 DSGVO und im Übrigen nach den AGB. Es gilt deutsches Recht.